Donnerstag, 14. Februar 2008

Schlange...

Tja, wenn man vom Teufel spricht, denn dauerts nicht allzu lange und er
schaut mal kurz vorbei....^^
Hatte ich bei meiner letzten großen Joggingrunde doch so ein paar
Gewissensbisse wegen dem unübersichtlichen Gelände und den möglichen
(Gift)-Schlangen, die sich durch mich gestört bzw. angegriffen fühlen
könnten. Dank einiger Recherchierender aus Deutschland habe ich dann
auch noch mehr Infos über die Schlangenvorkommen hier bekommen und das
war nicht unbedingt beruhigend. Aber wenn man aufpasst, sollte einem
eigentlich keine Schlange über den Weg laufen geschweige denn beissen.
Dachte ich....Heute wurde ich eines besseren belehrt.
Nachdem wir die leckeren Kochbananen von Maria (Rezept kommt auch noch
irgendwann) genossen haben und ich mich mal wieder nur schwer bei der
Nachrungszufuhr bremsen konnte, sind wir zu unserem Nachbarn Nyambulapi
gegangen um mit ihm zusammen wieder zur Arbeit zurückzukehren. Er stand
bei sich im Hof und zeigte halb apatisch auf den Boden. Und dort lagdoch
tatsächlich ein Schlange. Nicht besonders groß, ich würde sie von der
Größe in eine Schublade mit einer Kreuzotter stecken, die ja auch in
Deutschland vorkommt. Nyambulapi erzählte uns dann, dass er die Treppe
von Wohnhaus herunter gegangen ist, um in das gegenüber gelegene
Kochhaus zu kommen und da ist aus einer Ecke plötzlich die Schlange
hervorgeschossen und hätte ihn ins Bein gebissen. Er flüchtete sich in
das Kochhaus, nahm sich ein Stück Brennholz und schmetterte es auf die
Schlange. Glücklicherweise traf er sie und konnte die damit
bewegungsunfähig machen. Er schaute sich seine Beine genau an und
merkte, dass das Tier zum Glück nur in den Jeansstoff seiner Hose
gebissen hatte. Nochmal Glück gehabt!
Er bat Oli, das Tier doch bitte mit einem Holzstock zu erschlagen, womit
es auch von der Lähmung erlöst wurde. Dass sich Schlangen auch auf so
übersichtliche Höfe trauen, verunsichert mich jetzt doch so ein bisschen
und so werde ich wohl erstmal wieder lange Hosen tragen (dabei ist heute
endlich mal wieder die Sonne herausgekommen...)und genau auf den Boden
schauen.
Neben der Schlange wurde dort dann heute auch gleich noch ein Hahn
geschlachtet. Ob das mit dem heutigen Valentinstags zusammenhängt, werde
ich Nyambulapi morgen mal fragen. Das Töten wollte ich nicht unbedingt
mitansehen und so bin ich ganz feige Joggen gegangen. Als ich heute
Abend nochmal rüber schaute, lag das halbe Tier schon im Topf und wurde
gekocht. Und die kleinste Tochter reservierte sich schon mal die
Hahnenfüße, denn das schein wohl eine besondere Spezialität zu sein, sie
auch auf dem Markt in Iringe verkauft wird. Ich probiere hier ja die
verschiedensten kulinarischen Kreationen, aber darauf kann ich ganz
ehrlich (noch?) verzichten.
Übrigens gehts es dem anderen Sohn von Nyambulapi wieder bestens. Er
wurde ja vorletzten Sonntag auch von einer Schlange gebissen. Angeblich
wurde er mit einem Stein geheilt, der sich an die Bisswunde "saugen"
kann und dann das Gift heraussaugt. Über diesen Stein lönnt Ihr einiges
im Internet nachlesen, ich kann es nicht so wirklich glauben, dass das
funktioniert...
So jetzt gehts auch gleich wieder ins Bett. Einen schöne Abend Euch
allen und eine erholsame Nacht,
Felix

1 Kommentar:

Jakob hat gesagt…

mit deinem fachwissen über schlangen nach der recherche müsstest du sie doch sogar identifizieren können, oder?