Montag, 10. Dezember 2007

The White House Executive Logde (Wie bitte, schon zweiter Advent???)

So heißt hier in Mafinga eine Unterkunft, ich würde sie am ehesten noch
als Motel bezeichnen. Der Name ist aber ein bisschen dicker aufgtragen
als die Wirklichkeit. Nicht so bei uns, denn auch wir hatten die letzten
Tage ziemlich viele Gäste.
Am Freitag bekamen wir einen Anruf, ob denn nicht am Samstag zwei Leute
von der Uni in Dar kommen könnten, sie würden sich sehr für das Windrad
interessieren. Natürlich können sie, denn wann lässt man sich schon
einmal eine solche Gelegenheit entgehen, Studenten von einem
Berufsschulhandwerker unterrichten zu lassen. Es kam letztendlich nur
einer, da der andere irgendwelche gesundheitlichen Probleme hat. Anfangs
war unserer erster tansanische Gast eine kleine Herausforderung, denn
nun standen wir mal auf der Gegenseite und waren die Gastgeber. Es war
ein bisschen Arbeit, sich so kurzfristig auf einen Gast einzustellen,
aber ich glaube, dass wir das ganz gut geschafft haben. Natürlich haben
auch wir den üblichen Tee serviert, allerdings zum Selbersüßen, so wie
man es halt aus Deutschland kennt. Das war wohl etwas
gewöhnungsbedürftig für ihn, aber verstand, dass wir den Tee nur schwach
gesüßt trinken. Am ersten Abend haben wir uns dann noch gut unterhalten
über generelle Probleme von Tanzania und sind früh ins Bett, denn er
hatte eine ganze Tagesreise hinter sich. Heute haben wir ihm dann unsere
noch bescheidene Windradtechnologie gezeigt, die aber demnächst, wenn
alles so klappt wie wir uns das vorstellen und wir die benötigten Teile
bekommen, noch einiges komplizierter und komplexer werden wird. Er war
auch so ein bisschen beeindruckt, dass es funktioniert. Er schreibt
übrigens seinen Degree über eine Windkraftanlage, die Strom produzieren
und auch noch Wasser pumpen soll. Das sind zwei völlig verschiedene
Prinzipien, ich bin sehr gespannt, ob er sie beide unter einen Hut
bekommen kann. Bei dieser Arbeit wird ihm unsere Kleinanlage wohl kaum
helfen können, aber so haben wir einen guten Kontakt in Dar, der uns
auch in die Uni hineinführt. Denn wir brauchen unter anderem noch
meteorologische Daten zum Wind, mal schauen wie wir an die kommen und
inwieweit es diese hier überhaupt gibt. Der Student, der übrigens Alois
heißt und bis morgen früh noch bleibt, wollte hier unbedingt
Schweinefleisch essen, da das hier eine Spezialität sein soll. Darüber
aber mehr im vorigen Blog.
Nahcmittags kamen dann noch 3 weitere Menschen angeschneit, einer davon
ein deutscher Entwicklungshelfer. Sie bauen energiesparende Öfen und
versuchen sie an die Bevölkerung weiterzugeben, so dass sie sie selbst
bauen können. Da er schon seit 2,5 Jahren an diesem Projekt arbeitet,
scheint das eine ziemlich schwierige Aufgabe zu sein. Die Nachhaltigkeit
zu sicher, so dass es auch funktioniert wenn eben kein "Weißer" mehr da
ist, ist eine wirkliche Schwierigkeit. Hoffentlich gelingt es uns bei
den Windrädern, wir arbeiten jedenfalls daran. Auch für diese Truppe
gabs mal wieder den obligatorischen Chai (Tee) und wir konnten mal
wieder unser Englisch auspacken, da der Deutsche kein Kiswahili kann
(nach 2,5 Jahren, davon aber lange in Malawi, wo man kein Kiswahili
spricht). Es wird so langsam schon schwer, die richtigen Wörter zuerst
im Englischen zu finden und nicht immer wieder ins Kiswahili abzudriften.
Und damit der Wasserkocher nicht stillsitzen musste sondern brav
arbeiten durfte, kam abends dann noch eine Freund von uns und Nyambulapi
aus Iringa vorbei und wir hatten wirklich einen sehr lustigen und
geselligen Abend. Wir haben ziemlich viel Witze gemacht und wirklichen
Spass gehabt. Lachen auf Kiswahili ist bestimmt genauso schön wie auf
Deutsch finde ich :-)
In diesem Sinne eine gute Nacht und einen erholsamen Schlaf, denkt dran,
morgen ist mal wieder Montag....,
Felix

1 Kommentar:

Jakob hat gesagt…

Schöne Schlussworte...
aber das mit deinem Zeh...ihh...aber irgendwie auch lustig ;)

moooooooooooooontaaaaaaaaaag bäh, ich geh erst mal zum hasi!

Schau nach dem Paket!
Bis dann und Viel Spaß